Landesgartenschau 2022

Gartenschaugelände wird dauerhaft zum Naherholungsgebiet

Auch wenn die Landesgartenschau 2022 selbst nur ein halbes Jahr dauert, wird sich doch das Gelände langfristig in ein attraktives Gebiet für Freizeitgestaltung und Naherholung verwandeln. Vor allem der langjährige Wunsch der Stadt „Neuenburg geht zum Rhein“ wird dann Realität.

Das Land Baden-Württemberg fördert in seinem Programm „Natur in Stadt und Land“ die Schaffung dauerhafter Grünanlagen, was die Stadt jetzt mit einem Rahmenplan für die Daueranlage, die auf dem Gartenschaugelände entstehen soll, in Anspruch nehmen will. Bei einer Förderung von 50 Prozent der Kosten bei maximal fünf Millionen Euro will Neuenburg am Rhein den Förderrahmen voll ausschöpfen. Mit dem Entwurf des Berliner Büros Geskes und Hack, der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, hat die Stadt die für eine Bewerbung um die Förderung nötigen Planungsunterlagen zur Hand.

Der Gemeinderat stimmte jetzt dem Rahmenplan für die Daueranlage zu. Vorangegangen waren intensive Beratungen bei einer Klausurtagung, sodass sich die Diskussion in der beschließenden Sitzung auf Wesentliches beschränkte. Die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH, Andrea Leisinger und Tobias de Haën, stellten die Grundzüge der neuen Daueranlage vor. Sie betrifft die beiden Bereiche westlich der Autobahn bis zum Gelände des Integrierten Rheinprogramms und den Wuhrlochpark. Nicht zum Gartenschaugelände gehört der bereits jetzt als Naherholungsbereich gestaltete Streifen bis zum Rheinufer, der unmittelbar westlich anschließt.

Kernstück der Neugestaltung der Daueranlage sind die „Rheinterrassen“, ein etwa 800 Meter langes Hauptbauwerk mit Balkoncharakter, auf dem kleine Plätze, Gartenbereiche und Sitzmöglichkeiten unter Schattendächern angeordnet werden. Dieser „Balkon“ mit seiner klaren Struktur hatte letztendlich bei der Bewertung der Wettbewerbsarbeiten den Ausschlag gegeben. Von hier aus sei der Rhein erlebbar, sagte de Haën, der als Landschaftsarchitekt und Geschäftsführer bereits die aktuelle Landesgartenschau 2018 in Lahr vorbereitet hatte. Östlich an die “Rheinterrassen” schließt sich der Bereich der “Rheingärten” mit seinen Streuobstwiesen an, der als Übergang von den Rheinterrassen in den Park und die offene Landschaft extensiver strukturiert und gestaltet werden soll. Ein weiterer Bauabschnitt für die Daueranlage wird die Sanierung der Kleingartenanlage sein, die neu strukturiert und aufgelichtet werden soll, erklärte Andrea Leisinger. Ein wichtiges Kapitel ist eine aufwertende Gestaltung des Wuhrlochparks, der viel brach liegende Potenziale aufweist. Hier sollen ja auch eine Kita und ein Spielplatz entstehen.

Maßnahmen an den Zufahrtsstraßen
Zu den Maßnahmen für die Daueranlage gehört auch die Begrünung der Mülhauser Straße, Vogesen- und Rheinhafenstraße, die, wie Andrea Leisinger vorstellte, zum Teil deutliche Geländeangleichungen erhalten werden. Diese Maßnahmen werden im Kapitel “Verkehrstechnische Planung” gesondert aufgeführt. Hier sei besonders hervorzuheben, dass die Mülhauser Straße, über die derzeit ein reger Ausweichverkehr von der B 378 her läuft, zur Sackgasse wird, ergänzte Bürgermeister Joachim Schuster.

Parallel zu diesen Planungen und Maßnahmen laufen die Vorbereitungen für den Bau der drei Kreisverkehre an den beiden Autobahnausfahrten und am Kronenrain, die Renaturierung der Deponie sowie Planung und Bau des Parkhauses am Kronenrain, sagte Leisinger. Um den gesamten Umfang und die Komplexität des Themas der Öffentlichkeit vorzustellen, sei bald eine Bürgerinformation geplant, zu der auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk kommen wird.                 

(created on 21. March 2018)