Startschuss für die Landesgartenschau 2022

Übergabe des Bewilligungsbescheids durch Minister Peter Hauk MdL

„Die Landesgartenschau ist eine gesetzte Marke, die nicht nur bundesweit, sondern sogar grenzübergreifend bekannt ist“, so begann Bürgermeister Joachim Schuster seine Begrüßungsrede beim Festakt am 12. November zur Übergabe des Bewilligungsbescheids für die Landesgartenschau (LGS) Neuenburg am Rhein 2022.

Er hieß neben vielen hochrangigen Vertretern aus Landes- und Regionalpolitik, Gesellschaft und Verwaltung - wie besonders den Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk - mit einem freundschaftlichen Bonjour auch die Bürgermeisterin Martine Laemlin aus Chalampé, herzlich willkommen. Im Zuge des nun 100 Jahre zurückliegenden Endes des Ersten Weltkrieges sei es umso wichtiger, das Verbindende hervorzuheben. Mit dem Rhein als verbindendes Element wird die Landesgartenschau 2022 eine positive Wirkung über Landesgrenzen hinweg haben.

Minister Peter Hauk wies auf die epochale Wende zu Demokratie und Freiheit in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und die Bedeutung der Europäischen Union für Frieden und Freiheit hin. Nirgends sehe man die positiven Auswirkungen so gut, wie in der prosperierenden Entwicklung im südlichen Baden. Er war eigens aus Stuttgart angereist, um der Zähringerstadt die bedeutende Urkunde zu übergeben, die mit einer Förderung von fünf Millionen Euro aus dem Programm „Natur in Stadt und Land“ verbunden ist. Mit dem Bescheid ist jetzt der Startschuss für die Bauarbeiten zur LGS gefallen, die vom 12. November an in über 1.000 Tagen, eröffnet werden soll.

Zum Rhein gehen ist in Neuenburg „Programm“
Das im Mittelalter direkt am Rhein gelegene Neuenburg wieder mit dem Fluss zusammenzuführen beschäftigt Politik und Verwaltung schon seit langem. Als er 1991 Bürgermeister wurde, berichtete Joachim Schuster, hatte er als eine der ersten Amtshandlungen Schilder „Zum Rhein“ aufstellen lassen. Damit wollte er den Fluss ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und für Gäste auffindbar machen. Der Masterplan 2025 und die Vision „Eine Stadt geht zum Rhein“ legt nun, so Minister Hauk in seiner Rede, „die Basis für den Erfolg der Stadt Neuenburg am Rhein bei der Bewerbung um die Landesgartenschau 2022“. Davon, dass die bereits durchgeführten Maßnahmen im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms den Fluss schon heute erlebbarer machen, hatte sich der Minister im Vorfeld bei einem Besuch der Rheingärten bereits selbst ein Bild machen können. Mit dem daran anschließenden Landesgartenschaugelände werde in Verbindung mit städtebaulichen Maßnahmen eine Einheit von Stadt, Land und Fluss geschaffen und Zusammenhalt hergestellt.

Mehrwert für Stadt, Stadteile und Region
Sowohl Minister Hauk, als auch Bürgermeister Schuster zeigten sich bei dem Festakt überzeugt, dass sich die Herausforderung Landesgartenschau 2022 für Neuenburg am Rhein zum Positiven entwickeln wird. „Die fünf Millionen“, so Minister Hauk, „sind gut angelegtes Geld“. Die Stadt, die Stadtteile sowie auch die gesamte Region werden von dem Großereignis beispielsweise in den Bereichen Naherholung, Tourismus und Infrastrukturentwicklung nachhaltig und dauerhaft profitieren. Durch zivilgesellschaftliche Beteiligung wurden Bürgerinnen und Bürger beispielweise in Zukunftswerkstätten in die Prozesse eingebunden.

Mit gemeinsamen Kraftanstrengungen und Geldern aus Bundes- und Landesprogrammen für die geplanten flankierenden Maßnahmen wie beispielsweise die Projekte Ortsmitte III, Kreisverkehrsanlagen und die Gestaltung des Wuhrlochparks wird es möglich sein, Pläne zu verwirklichen, die ansonsten nicht denkbar wären. In Bezug auf die erhöhten Kosten durch die notwendig gewordene Sondierung und Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der LGS sagte Minister Hauk zu, sich in Stuttgart um eine finanzielle Entlastung der Stadt Neuenburg am Rhein zu bemühen.

Gerhard Hugenschmidt, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH- bwgrün.de, wünschte der Stadt Neuenburg am Rhein sowie den Geschäftsführern der Landesgartenschau GmbH Andrea Leisinger und Tobias de Haën abschließend viel Erfolg bei der Umsetzung und sagte seine Unterstützung auch als Präsident des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen zu. Er freue sich, von seinem Wohnort Bad Bellingen aus, in Neuenburg „am Rad mitdrehen zu dürfen“.
 
Botschafter der LGS und Eintrag ins Goldene Buch
Nach der offiziellen Übergabe des Bewilligungsbescheids durch Minister Hauk an Bürgermeister Schuster ernannte dieser ihn im Gegenzug zum Botschafter der Landesgartenschau 2022. Symbolisch wurde dem Minister der Baum des Jahres - eine Sommerlinde - überreicht, die auf dem Gartenschaugelände gepflanzt werden wird. Es ist der Stadt wichtig, prominente Unterstützer aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft für das Großprojekt zu gewinnen. Zum Abschluss trug sich Minister Hauk in das Goldene Buch von Neuenburg am Rhein ein.