Ein Konzept für Sport und Bewegung in der Stadt

Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung beauftragt

Bewegung und Sport halten fit und gesund. Das gilt für alle Altersgruppen.

Die Stadt Neuenburg am Rhein hat sich bereits mit vielen schulischen und außerschulischen Angeboten als Sportstadt profiliert. Das Thema soll jetzt durch ein professionell ausgearbeitetes Konzept für eine langfristige Entwicklung des Sports in der Stadt einen Rahmen erhalten, in dem die   Planungen der nächsten zehn bis 15 Jahre strukturiert und vernetzt werden sollen. Mit deutlicher Mehrheit einigte sich der Ausschuss für Verwaltung und Finanzen darauf, mit dem Projekt das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) mit der Erarbeitung des Konzepts zu beauftragen (www.kooperative-planung.de). Die Auftragssumme beläuft sich auf insgesamt 40.000 Euro in fünf Modulen, die bis 2019 abgearbeitet werden sollen.

Für die ersten beiden Module sind im laufenden Haushalt bereits 10.000 Euro als Haushaltsmittel vorhanden. Der Rest soll im Haushaltsjahr 2019 bereitgestellt werden.
Das als GbR auftretende Institut ist seit 2002 aktiv und hat inzwischen bundesweit mehr als 200 Kommunen auf die sportliche „Spur“ gestellt, wie aus dem Bericht von Jörg Wetterich, einem der geschäftsführenden Gesellschafter des ikps hervorging. Die Empfehlungen des ikps folgen neuen gesellschaftlichen Entwicklungen sowohl demografisch als auch in der Wahl der sportlichen Betätigung und im Freizeitverhalten. Dabei sind auch neue Zielgruppen und Verhaltensmuster entstanden, wie Wetterich zeigte. Er beschrieb das Vorgehen so: Zuerst gibt es eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote und Sportstätten, auf die zwei Befragungen zum einen bei den Sportvereinen, zum anderen bei der Bevölkerung ab einem Alter von zehn Jahren folgen sollen. Daraus wird dann ein Handlungskonzept entwickelt. Optimierungspotenziale gibt es beispielsweise bei den Organisationsstrukturen und Kooperationen von Vereinen, erläuterte Wetterich. Bürgermeister Joachim Schuster stimmte dem zu und erinnerte daran, dass die Stadt Kooperationen und Fusionen fördere, um die vorhandenen Ressourcen an Raum und Personal bestmöglich auszuschöpfen. Denn fast jeder Verein klage über den Mangel an Übungsleitern und Personen, die ehrenamtlich Fahrdienste zu Wettkämpfen und anderen Veranstaltungen übernehmen. Derzeit seien die Vereine in Neuenburg am Rhein noch ganz gut aufgestellt, aber der Blick in die Zukunft sei wenig ermunternd.

Eine feste Rahmenplanung helfe, Engpässe zu überwinden und Doppelstrukturen zu vermeiden. „Wir wollen jetzt Grundlagen schaffen, damit der Sport in Neuenburg am Rhein seinen hohen Stellenwert behält“, erklärte Schuster. Dabei gehe es auch darum, neue Zielgruppen wie Senioren und Kindergärten einzubinden. Ob man das nicht auch alleine stemmen könne, wollten einige Mitglieder im Ratsrund wissen. Dem hielt Wetterich entgegen, dass beim Sportentwicklungskonzept des ikps die erhobenen Daten von Experten interpretiert würden, die daraus konkrete Handlungsvorschläge ableiteten. Und auch die Erfahrungen aus den Projekten in anderen Kommunen fließen dauerhaft in die Arbeit des ikps ein. Schuster erinnerte auch daran, dass man mit schlüssigen, professionell durchdachten Konzepten leichter an Fördermittel komme, wie es sich in der Vergangenheit schon erwiesen habe. Ohne belastbare Grundlagen sei eine tragfähige Planung für die Zukunft nicht möglich. Sport und Gesundheit sei eines der „Makro-Themen“ der gesellschaftspolitischen Zukunft, betonte Wetterich.

(created on 09. October 2018)