Bauernmarkt und verkaufsoffener Sonntag in Neuenburg am Rhein

Die Qualität macht den Unterschied: regionale Produzenten und lokale Fachgeschäfte zeigen, was sie können.
Der Saft der Pastorenbirne schmeckt anders als der von der „Gräfin von Paris“. Und der von der „Guten Luise“ hat wieder ein anderes Aroma. Da findet jeder seinen Favoriten. Auf dem 15. Deutsch-Französischen Bauernmarkt in Neuenburg konnte man diese Erkenntnis durch genussvolles Probieren selbst nachvollziehen.

Geduldig beantwortete Landwirt und Gärtnermeister Wolfgang Sprich aus Kandern alle Fragen rund um die Vielfalt einheimischer Obstsorten.
25 verschiedene Säfte stellte er an seinem Stand vor, dazu Marmeladen und eine Menge Ideen, mit Sirup aus heimischen Beeren oder Obst einen kühlen Sommerdrink zu kreieren.
Mit ihm präsentierten sich auf dem Neuenburger Rathausplatz über 25 Produzenten landwirtschaftlicher Produkte aus der Regio, die im Fall Neuenburg immer auch die französische Nachbarschaft einschließt.
Feine Biscuits in allen Farben, Nougat vom Laib, Zwiebeln und Knoblauch, dazu Käse und luftgetrocknete Wurstwaren aus dem Elsass setzten hier verlockende Akzente.
An anderen Ständen herrschte eine verführerische Vielfalt an Obst, Gemüse und Kräutern. Hausgemachte Teigwaren, duftendes Bauernbrot und Scharwaien fanden regen Absatz, wie man an den vollgepackten Einkaufstaschen der Besucher sah. Und den kleinen Schwätz mit den Bauern und Markfrauen gab’s obendrein. Das zwanglose Flanieren bei Sonnenschein und noch angenehmen milden Temperaturen machte den Marktbesuchern sichtlich Spaß.
Vielfältig war das kulinarische Angebot an den Ständen mit Würstchen, Flammkuchen, Pfannkuchen, Wein- und Sektbrunnen.
Auch die Gastronomie rund um den Rathausplatz hatte vom leckeren Snack bis zum sonntäglichen Mittagessen alles aufgefahren. Und die Cafés und Eisdielen waren voll besetzt.
Auch der Einzelhandel, der um 13 Uhr die Ladentüren öffnete, konnte mit der Resonanz zufrieden sein. „Es bedeutet zwar einen großen Aufwand, das Geschäft am Sonntag zu öffnen und auch genügend Personal zur Verfügung zu haben.
Aber die entspannten Gespräche mit glücklichen Kunden machen das alles wieder wett“, meinte die Inhaberin einer Boutique.
Schuhe kaufen, Sonnenbrillen aufprobieren, in der neusten Mode stöbern, sich in der Drogerie oder in der Apotheke fachkundig beraten lassen oder sich hübsche Ideen zur Verschönerung von Heim und Garten holen, war ebenso gefragt.
„In diesem Jahr konnten wir auch viele Auswärtige begrüßen, sowohl Tagesgäste als auch Feriengäste“, freute sich Martin Buck vom Neuenburger Gewerbeverein, der am Rathausplatz ein Modegeschäft leitet.
Dass der Markt in Kombination mit dem Verkaufsoffenen Sonntag gerade noch in die Pfingstferien fiel, habe der Besucherresonanz gut getan.