Areal Kronenrain

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 25.03.2019 die stufenweise Beauftragung von Mono Architekten, WTM Engineers (Tragwerks- und Objektplanung) sowie Planorama Landschaftsarchitektur (Freiraumplanung Stadtbalkon) mit den weiteren Planungsleistungen. Zwar befürworten alle Ratsmitglieder das Projekt „Areal Kronenrain“ mit den Bausteinen Parkhaus, Stadtbalkon und Brücke über den Autobahnzubringer (B 378). Ein Teil der Gemeinderäte ist jedoch mit einzelnen Details unzufrieden.

Ursache hierfür sind unter anderem die durch den schwierigen Baugrund verursachten Kostensteigerungen für das Parkhaus. Eine Folge davon ist, dass bei der Brücke über die B 378 und dem Turm auf der Westseite der Straße derzeit auf eine Rampe verzichtet wird.
Bürgermeister Joachim Schuster betonte, dass die Stadt für die Rampe leider keine Fördergelder bekomme. Allerdings werde so geplant und gebaut, dass Turm und Brücke zu einem späteren um eine Rampe ergänzt werden könne. Man habe die Rampe aus Kostengründen zurückgestellt.
 
Erhöhung der Städtebauförderung
Gute Nachrichten für die Stadt Neuenburg am Rhein. Das Wirtschaftsministerium hat die Zuschüsse aus der Städtebauförderung mitgeteilt. Die Stadt Neuenburg erhält für den Neubau
einer Kindertagesstätte im Wuhrlochpark 441.000 Euro sowie weitere 396.000 Euro für die Neugestaltung des Wuhrlochparks.
Darüber hinaus profitiert die Stadt von geänderten Städtebauförderrichtlinien. So steigt der Zuschuss für die Flächengestaltung von Straßen und Plätzen von 150 auf 250 Euro pro Quadratmeter, damit erhält die Stadt für die Neugestaltung der Schlüsselstraße einen um 204.240 Euro höheren Zuschuss. Auch die Stellplätze im Parkhaus am Kronenrain erhalten eine höhere Förderung. Diese steigt von 13.000 auf 15.000 Euro pro Stellplatz.
 
Neugestaltung Schlüsselstraße
Der Neuenburger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Entwurfsplanung zugestimmt. Der zwischen Stadt, Gewerbeverein und betroffenen Geschäftsleuten ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass insgesamt sieben Parkplätze in der Schlüsselstraße hergestellt werden.
Bürgermeister Joachim Schuster berichtete, dass Frau Rudolph und Frau Grießhaber intensiv an der Planung mitgewirkt hätten. Auf die Verabschiedung der Entwurfsplanung folge als nächster Schritt die Genehmigungsplanung, die der Gemeinderat noch vor der Sommerpause beschließen soll, erläuterte der Bürgermeister und betonte, dass es im Interesse aller Beteiligten sei, dass es jetzt zu keinen weiteren
Verzögerungen komme. Zwischenzeitlich fand ein weiteres Informationsgespräch mit den Eigentümern in der Schlüsselstraße statt.
 
Die Planung
Die Planer Jochen Dittus und Minke Mulder von der AG Freiraum stellten die Entwurfsplanung für den ersten Bauabschnitt vom Kreisverkehr bei der Krone bis zur Rebstraße vor.
 
Parkplätze
Insgesamt werden im ersten Bauabschnitt sieben Parkplätze hergestellt. Vor der Apotheke sollen zwei Kurzzeitparkplätze sowie ein 3,50 Meter breiter Behindertenparkplatz geschaffen werden. Auf der Nordseite der Schlüsselstraße sind vier weitere Parkplätze vorgesehen, der Bereich der Passage des geplanten Wohn- und Geschäftshauses soll jedoch freigehalten werden. Hier sind Brunnen mit Wasserdüsen sowie ein Bereich für Außengastronomie vorgesehen. Zwei weitere Behindertenparkplätze sind vor der Sparkasse – in der Breisacher Straße – sowie ein weiterer in der Ölstraße hinter dem Narrenbrunnen geplant.
Bushaltestellen sind vor der Bäckerei Heitzmann östlich des Rathausplatzes sowie auf der Westseite vor dem Steakhaus vorgesehen.
 
Rathausplatz
Die neuen Standorte für die Bushaltestellen sind durch die Vergrößerung des Rathausplatzes notwendig. Dieser soll künftig den Straßenraum und den gegenüberliegenden Bereich rund um den Narrenbrunnen umfassen. Als Belag wird hier auch der gleiche rote
Granit verwendet wie auf dem Rathausplatz. Zudem soll auf dem Platz die südliche Baumreihe entfallen.
 
Mühl-Tor
Unmittelbar östlich des Rathausplatzes soll sich mit dem Mühl-Tor ein mittelalterliches Stadttor befunden haben. Dessen Standort soll durch einen Belag aus Spaltkieseln gekennzeichnet werden. Darüber hinaus, so die Idee der Planer, soll die südliche Ecke des Tors durch eine Stele aus Stahl sichtbar gemacht werden.
 
Der übrige Straßenraum soll von Haus zu Haus mit einem grauen Granitpflaster versehen werden, Straße und Gehweg sollen durch eine Entwässerungsrinne aus rotem Granit optisch voneinander getrennt werden, hinzu kommt ein kleiner Höhenunterschied von zwei Zentimetern.
 
Barrierefreiheit
Die Geschäfte und Gastronomie sollen mit Rampen barrierefrei erschlossen werden.
 
Bäume
Nördlich und südlich der Straße sollen im Wechsel Amberbäume gepflanzt werden. Diese eigneten sich durch ihre tiefen Wurzeln, eine Höhe von maximal 15 Metern und eine schmale Krone von sechs bis acht Metern Durchmesser ideal für den Standort. Planer Dittus wies auch auf die schöne rote Herbstfärbung hin. Zudem kämen die Bäume sowohl mit Hitze als auch Frost zurecht.
 
Kosten und Zeitplan
Insgesamt wird die Schlüsselstraße im ersten Bauabschnitt auf einer Fläche von 3404 Quadratmetern neu gestaltet, davon entfallen
2947 auf öffentliche und 457 auf private Flächen. Die Kostenschätzung liegt bei rund 2,17 Millionen Euro oder umgerechnet 535,14 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt profitiert von neuen Förderrichtlinien des Landes und erhält 250 Euro pro Quadratmeter Zuschuss. Bisher lag der Zuschuss nur bei 150 Euro pro Quadratmeter.
Der Zeitplan sieht vor als nächstes eine Musterfläche zu beauftragen. Bis zu den Sommerferien soll die Genehmigungsplanung erstellt werden, anschließend folgen die Werkplanung und die Ausschreibung. Planer Dittus rechnet mit einem Baubeginn im März 2020 und mit der Fertigstellung im Dezember 2021.