5. Bewegungsolympiade: Balancieren, springen und rutschen

Sport und Bewegung machen Spaß. Daher hatten sich viele der vier- und fünfjährigen Kindergartenkinder aus allen Neuenburger Einrichtungen, die am vergangenen Dienstag in der Sporthalle des Schulzentrums zur 5. Bewegungsolympiade antraten, schon im Vorfeld sehr auf einen Vormittag voller Bewegungserfahrungen freuen können. Und das Beste daran war, dass jedes Kind am Ende eine Medaille mit nach Hause nehmen durfte.

Die Bewegungsolympiade wird durch die Stadtverwaltung mit aktiver Unterstützung durch den Turnverein organisiert.
 
Bei der ersten Bewegungs-Olympiade hatte man damals überlegt, die Veranstaltung unten im Sportstadion am Rheinwald stattfinden zu lassen, erinnerte sich Jutta Kummer vom Turnverein, der in Kooperation mit der Stadtverwaltung die Bewegungs-Olympiade durchführt. „Bei der Überlegung, die ganzen Geräte ins Stadion runterschaffen zu müssen, war uns schon ganz flau im Magen,“, so Kummer weiter, „und als dann schlechtes Wetter angekündigt wurde, mussten wir kurzfristig um planen und verlegten die Veranstaltung in die Halle – besser hätte es nicht kommen können!“. Da sich die Veranstaltung in der Halle bewährte, beließ man es dabei und erfreut seither Jahr für Jahr die Kinder mit 12 abwechslungsreichen Stationen, an denen die Gruppen je fünf Minuten turnen, bevor zur nächsten Station gewechselt wird. Jeweils ein Betreuer pro Station leitet die Kinder beim Turnen an und macht die Stempel auf die Laufzettel, mit denen die Nachwuchsathleten am Ende nicht nur nachweisen können, wie fleißig sie waren, sondern auch die Medaille erhalten. Die Betreuer an den Stationen sind alles Ehrenamtliche, die Jutta Kummer im Vorfeld zusammentrommelt. Es handelt sich dabei meist um Mitglieder des Turnvereins, wie etwa Schüler, die keine Schule mehr haben, oder Mütter von jüngeren Mitgliedern.
 
Um 10 Uhr ging es los mit einer Aufwärmrunde zu fröhlicher Musik, bei der alle Kinder durcheinander wuselten, sich dann hinsetzten und mit den Beinen strampelten, einen Hampelmann machten, und anschließend zwischen sich groß- und klitzeklein machen wechselten. Auf diese Weise aufgewärmt verteilten sich die Kindergartengruppen auf die einzelnen Stationen, wo es beispielsweise galt, einen Fußball ins Tor zu kicken, mit Anlauf auf ein Sprungbrett und von diesem auf eine dicke Mappe zu hopsen, die Kletterwand emporzuklettern und ebenfalls auf eine Matte zu springen, oder an Ringen hin und her zu schwingen. Bei einer anderen Station war eine umgedrehte Bank mit Seilen zwischen den Holmen eines Barrens aufgehängt, so dass ein Hängebrückeneffekt entstand und die Balance der Kinder beim Überqueren gefordert war. An einer weiteren Station waren die umgedrehten Bänke zum Balancieren auch auf dem Boden liegend anzutreffen. Das Werfen konnte an einem Tor geübt werden, wo Ringe mit Seilen von der Latte baumelten, und kleine Säckchen durch die Ringe geworfen werden sollten. Oder es ging auf alle Viere, um durch einen Krabbeltunnel zu kriechen. Nachdem zwei Tunnels nebeneinanderlagen, konnten die Kinder das sogar wettbewerbsmäßig machen und dabei sehen, wer schneller hindurchgekrochen kam.
Weil so viel Bewegung hungrig und durstig macht und noch dazu ein heißer Tag mit 30 Grad herrschte, wurden die fleißigen Nachwuchsturner nach der Hälfte der Stationen in die Pause geschickt. Draußen im Foyer der Turnhalle warteten auf jedes Kind Obstschalen mit Apfelschnitzen und halben Bananen, außerdem füllten die beiden Hausmeister im Akkord Becher mit Apfelsaftschorle, um die vielen durstigen Kehlen möglichst schnell vom Durst zu befreien. Gestärkt ging es im Anschluss weiter an die nächsten sechs Stationen und mit einer Medaille um den Hals am Ende des Vormittags zurück in die Einrichtung.