Wasserschäden und ein neuer Jugendraum

Präsentation aktueller Baumaßnahmen im Ausschuss für Umwelt und Technik
Schwere Regenfälle und ein Hagelsturm haben im Sommer in Neuenburg einige öffentliche Gebäude so schwer beschädigt, dass man von einer Schadensumme von mehreren hunderttausend Euro ausgehen muss. Das ging aus dem Bericht über aktuelle Baumaßnahmen hervor, den Teamleiterin Sibylle Maas dem Ausschuss für Umwelt und Technik vorlegte.

Anbau Feuerwehrgerätehaus

Betroffen war unter anderem die Grundschule in Zienken, in der das Wasser bis zu den Wandsockeln stand. Mit mehreren Trocknungsgeräten sei die Feuchtigkeit aus dem Gebäude entfernt worden, der alte Boden wurde durch einen neuen Vinylboden ersetzt. Und man sei mit den Arbeiten noch rechtzeitig vor dem ersten Tag des neuen Schuljahres fertig geworden. Auch die Altrheinhalle im Wuhrlochpark und Unterkünfte für Geflüchtete seien von Wasserschäden betroffen gewesen, verschont geblieben mit Wasser im Keller sei das Schulzentrum, berichtete Maas. Die Versicherer seien eingeschaltet und zum Teil auch schon vor Ort gewesen. Eine weitere Folge des Hagelschlags war die Beschädigung zahlreicher Oberlichter sämtlicher Sporthallen und der Schulen. Auch hier gehe man von einem Schaden in sechsstelliger Höhe aus und habe die Versicherungen eingeschaltet, sagte Maas. Vorwärts geht es mit der Erweiterung des Feuerwehr-Gerätehauses, bei dem jetzt die angebaute Halle steht und dort mit dem Innenausbau begonnen wurde. Die Feuerwehrleute werden in Eigenleistung die Elektroinstallation übernehmen, lobte Maas. So seien an den Wochenenden ständig acht bis zehn Leute auf der Baustelle. Die für das DRK reservierten Garagen seien auch bereits fertiggestellt. Abgebaut wurde inzwischen das Haus C der Gemeinschaftsunterkunft in der Robert-Koch-Straße, das Betonpflaster will die Feuerwehr ausbauen und für eine Fläche am Feuerwehrhaus verwenden. Großes Interesse im Gremium fand der Plan, im Untergeschoss der Realschule einen Jugendraum einzurichten. Hierfür soll ein großer Lagerraum geteilt werden, so dass mit 99 Quadratmetern Fläche ein Raum entsteht, der noch nicht unter die „Versammlungsstättenverordnung“ fällt. Dafür muss ein zweiter Fluchtweg angelegt werden, der aber nicht als Dauerzugang genutzt werden soll. Tagsüber stehe dieser Raum auch für Zwecke der Ganztagsbetreuung, für einzelne pädagogische Projekte oder Belange des Kinder- und Jugendbüros zur Verfügung, erklärte Bürgermeister Joachim Schuster. Damit werde diese Ressource möglichst intensiv genutzt. Den Plänen entgegen kommt die Tatsache, dass sanitäre Einrichtungen bereits vorhanden sind. In die Erstellung eines Nutzungskonzepts und der „Spielregeln“ der Nutzung durch die Jugendlichen ist auch der Neuenburger Jugendrat eingebunden. Schuster betonte, dass dieser Jugendraum nicht als Veranstaltungsraum genutzt wird, was Konfliktsituationen mit den Anwohnern deutlich verringert.