Baumbank, Rutsche, Schaukel und mehr

In Steinenstadt entsteht ein neuer SpielplatzAuf der Erweiterungsfläche nördlich des Steinenstadter Friedhofs im Winkel Johanniter Allee / Keltenstraße wird ein neuer Spielplatz entstehen. Das Besondere daran: Das Areal soll in Teilbereichen auch als Treffpunkt der Generationen gestaltet werden. Thomas Lang von der Firma bau-werk, mit der Entwurfsplanung beauftragter Fachmann, stellte die Pläne dem Neuenburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vor.

Blick auf die Wiese nördlich des Steinenstadter Friedhofs, wo ein Spielplatz und ein Treffpunkt der Generationen geplant sind. Der Spielplatz wird in der Nordwestecke angelegt, wo auf dem Foto Erdaushub zu sehen ist. Die rechteckige Fläche links im Bild ist ein Löschwasserreservoir.

Die Anwohner und interessierten Bürgerinnen und Bürger des südlichsten Neuenburger Ortsteils hatten bereits am 22. Juli bei einem Ortstermin die Gelegenheit, nicht nur mehr über das Projekt zu erfahren, sondern auch ihre eigenen Ideen und Wünsche einzubringen. Bei der Entwurfsplanung sei er so weit wie möglich auch auf diesen Input eingegangen, erklärte Lang. Der Ausschuss für Umwelt und Technik sowie der Ortschaftsrat Steinenstadt haben die Entwurfsplanung bereits befürwortet. Thomas Lang hat für Neuenburg am Rhein schon einige Spielplätze und Außenbereiche für Schulen und Kindergärten gestaltet und wird auch den geplanten Mittelalter-Spielplatz im Wuhrlochpark bauen. Sein Vorschlag für Steinenstadt ist wieder stimmig auf  Bedürfnisse der Nutzenden und auf die Topografie des Geländes abgestimmt. Der Spielplatz soll in der Nordwestecke des Areals angelegt werden, in sicherer Entfernung zur östlich verlaufenden Johanniterallee. Attraktionen werden dabei eine Vogelnestschaukel, Kletter- und Balanciergerüste aus heimischer Robinie und ein Spielhaus sein, von dem aus man über einen Steg zur Edelstahl-Rutsche gelangen kann. „Das Häuschen soll auf Stelzen stehen wie früher die Pfahlbauten und so an die Vergangenheit von Steinenstadt als Fischerdorf erinnern“, sagte Lang. Der Sandelbereich wird mit Robinienrundhölzern  eingegrenzt. Das Besondere hier wird ein Sandeltisch sein, den man mit dem Rollstuhl unterfahren kann. „Inklusion von Kindern mit Behinderung ist mir beim Bau der Anlagen ganz wichtig“, betonte Lang. Auch die Rutsche wird oben einen behindertengerechten Einstieg haben. Dass die anderen Kinder ihrer Freundin oder ihrem Freund unten beim Aufstehen helfen und den Rollstuhl wieder zurückbringen, ist nach Lang aus pädagogischen Gründen gewollt. „Beim Ortstermin habe ich eine hoch engagierte Bürgerschaft wie selten angetroffen“, lobte der Fachmann. Die Flächen in der Planzeichnung seien bis jetzt als Platzhalter zu verstehen, also durchaus noch modifizierbar. Eine schöne Idee sei gewesen, ein Baumpodest als großen Holztisch auszuführen mit Bänken darum herum. „Wichtig ist, die Menschen zusammenzubringen und die Funktionen der einzelnen Bereiche klar zu trennen“, erklärte Lang. Für Bürgermeister Joachim Schuster hat das Ganze „Hand und Fuß“. Ihm ist wichtig, dass angesichts der bevorstehenden Landesgartenschau auch die Ortsteile in den Genuss von aufwertenden Maßnahmen kommen. Der Platz wird, wie alle anderen Neuenburger Spielplätze auch, den komplexen Reglementierungen für Spielplätze entsprechen. Für Planung und Bau des Spielplatzes sind 50.000 Euro im Investitionshaushalt eingestellt. Der Ortschaftsrat Steinenstadt hat sich darüber hinaus dafür ausgesprochen, den Betrag um weitere 20.000 Euro aus den zugesagten Mitteln für die Landesgartenschau aufzustocken.