Neuenburg am Rhein geht einen weiteren Schritt zum Rhein

Gemeinderat vergibt den Auftrag für die Zähringerbrücke (Fuß- und Radwegbrücke) über die B 378  3,50 Meter breit und 49 Meter lang wird die Brücke, die vom Münsterplatz über dem Parkhaus ausgehend die B 378 überspannt und auf der anderen Seite in den Bertholdturm mit Aufzug mündet. Sie wird damit für Fußgänger und Radfahrer die kürzeste Verbindung vom Stadtzentrum zu den Naherholungsgebieten Stadtpark am Wuhrloch und Rheingärten, die 2022 für ein halbes Jahr auch Gartenschaugelände sein werden. Der Gemeinderat vergab in seiner jüngsten Sitzung die Arbeiten für das Brückenbauwerk zum Angebotspreis an die Firma Schmees & Lühn in Fresenburg (Emsland), ein spezialisiertes Unternehmen für Holz- und Stahlingenieurbau.

Die Fundamente für den Bertholdturm im Stadtpark am Wuhrloch sind schon vorbereitet.
Die Siegerarbeit des städtebaulichen Wettbewerbs für die Gestaltung von Parkhaus, Brücke und Brückenturm am Kronenrain wurde im Februar 2016 vorgestellt.         

Mit einem Angebot von 1,06 Mio Euro war Schmees & Lühn im europaweit ausgeschriebenen Verfahren die günstigste Bieterin. Die Planzeichnung zeigt auf der Südseite am Bertholdturm einen Fortsatz, der als Aussichtspunkt genutzt werden kann. Hier soll  langfristig die Rampe für den Radverkehr angedockt werden, wie die Siegerarbeit des Wettbewerbs zeigt, die 2016 zur Grundlage der weiteren Planung gemacht wurde. Der Bau der Rampe wurde aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Der Vorteil dieser jetzigen Konstruktion ist, dass bei einem späteren  Bau der Rampe nicht mehr in das Turmbauwerk eingegriffen werden muss.
Die Auftragsvergabe für die Brücke wurde jetzt zwar beschlossen, jedoch eine Bindefrist bis Mitte Dezember vereinbart. Das heißt, die Stadt hat mit ihrer Unterschrift bis zu diesem Termin Zeit. Hintergrund dieser Vereinbarung ist die Tatsache, dass bei der ersten Ausschreibung der beiden Baulose Parkhaus und Brückenturm Angebote eingingen, die weit jenseits der Kostenschätzungen lagen, erklärte Bürgermeister Joachim Schuster. Ohne das Parkhaus und den Turm hätte die Brücke jedoch an beiden Enden keine Anbindung ans Wegenetz. Eine erneute Ausschreibung der beiden Lose habe nun ein deutlich realistischeres Ergebnis gebracht, das erst vor wenigen Tagen im Rathaus eingegangen sei, berichtete Schuster weiter. Dieses gelte es nun auf die einzelnen Gewerke hin zu prüfen, was etwa zwei Wochen Zeit brauche. So könnte ein Gemeinderatsbeschluss zur Auftragsvergabe Rohbau Parkhaus und Brückenturm noch zum Monatsende November gefasst werden. Das vorliegende Angebot komme von einer europaweit renommierten Firma und liege 2,65 Mio Euro unter dem Preis des ersten Angebots, sagte Schuster.
Die zweite Ausschreibung habe sich also durchaus gelohnt. Er erklärte diese Differenz mit dem Zeitpunkt der Ausschreibung. Im Baugewerbe sei derzeit eine leichte Stagnation zu beobachten nach dem Boom der zurückliegenden Monate.