Neun neue Bauplätze für Grißheim vorgesehen

Bebauungsplan „Am Neuenburger Weg“ soll geändert werden.“
 
Die Nachfrage nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser ist auch in Neuenburg am Rhein ungebrochen. Eine zweite Änderung des 2006 als Satzung beschlossenen Bebauungsplans und der örtlichen Bauvorschriften „Am Neuenburger Weg“ in Grißheim soll künftig den Bau von weiteren neun Einfamilienhäusern auf diesem Areal ermöglichen.

Bebauungsfläche und im Hintergrund Häuser
Der südliche Bereich des Bebauungsplans „Am Neuenburger Weg“ soll künftig mit Einfamilienhäusern bebaut werden.

Voraussetzung dafür ist die Umwandlung der ursprünglich festgesetzten Nutzungsart „Mischgebiet“ in die Nutzungsart „Allgemeines Wohngebiet“. Eine Änderung des Flächennutzungsplans für dieses 0,57 Hektar große Gebiet ist nicht erforderlich, da bereits der bestehende Bebauungsplan in dem die Nutzungsart „Allgemeines Wohngebiet“ überwiegt, als aus dem Flächennutzungsplan entwickelt betrachtet wurde. Für die neue Bebauung werden ein das Wohngebiet bisher nach Süden anschließender Gehölzstreifen herangezogen.

Die vorhandene Erschließung und Infrastruktur können für die Entwicklung des Baugebiets genutzt werden. Zur Erschließung der beiden westlichen Grundstücke soll vom Wendehammer Blodelsheimer Weg eine vier Meter breite Stichstraße angelegt werden. Da ein Teil der Gehölzfläche durch die neuerliche Änderung des Bebauungsplanes überplant wird, sollen die Eingriffe in die Natur an externer Stelle ausgeglichen werden. Dafür sollen folgende Maßnahmen aus dem Ökokonto verwendet werden: wie zum Beispiel eine 750 Quadratmeter große Fettwiese nördlich des Friedhofs, die zu einer Magerwiese umgestaltet wurde und ein fünf Meter breiter Streifen Magerwiese mit einer Gesamtfläche von 1740 Quadratmetern entlang einer Windschutzhecke beim Gewann „Unter dem Heitersheimer Weg".

Die Belange des Umweltschutzes für die Änderung des Bebauungsplans wurden vom Eschbacher Büro Wermuth ausgearbeitet. Die schalltechnische Untersuchung des Freiburger Büros Fichtner empfiehlt zur Minderung des Verkehrslärms für die Gebäude entlang der L 134 vorzugsweise passive Maßnahmen. Dazu zählen nach der Studie die Grundriss-Anordnung der künftigen Gebäude, die Art der Fenster, die Schalldämmung der Außenbauteile und eine entsprechende Belüftung der Schlafräume.

Der Gemeinderat billigte den Planentwurf zur zweiten Änderung und beschloss dessen Offenlage. Den hohen Bedarf an Baugrundstücken in Neuenburg am Rhein verdeutlichte Bürgermeister Joachim Schuster mit dem Hinweis, dass der Stadt mehrere Hundert Anfragen vorliegen. Bei der Vergabe der wenigen verfügbaren Bauplätze würden die Interessenten grundsätzlich gleich behandelt, jedoch gebe es auch Kriterien, die sich positiv auswirkten wie Arbeitsplatz oder ehrenamtliches Engagement.