Konzert der Jungen Basler Sinfoniker

NEUENBURG AM RHEIN (fl) Zahlreiche Musikfreunde besuchten das Konzert der Jungen Sinfoniker Basel, das am Sonntagabend, 03. April im Stadthaus stattfand. Unter der Leitung seines engagierten Dirigenten Matthias Kuhn spielte das Orchester Werke von Carl Friedrich Hübner, Caroline Charrière und Franz Schubert. Das Publikum war begeistert.

vier Musiker mit ihren Instrumenten auf der Bühne
Virtuos agierte das Hornquartett „born4horn“ beim Konzert der Jungen Sinfoniker Basel unter der Leitung von Matthias Kuhn

Zum Auftakt erklang das „Konzertstück für 4 Hörner und Orchester“ von Carl Friedrich Hübner (1822 bis 1893). Mit Verve und virtuosem Können präsentierte das Hornquartett „born4horn“ den Solopart, während das Tutti einen facettenreichen Instrumentalteppich unterlegte. Die großartigen Klangbilder mit ihrer Fülle an differenziertem Tonkolorit, die rasanten Jagdszenen und dramatischen Elementen waren herausragend inszeniert. Es gab anhaltenden Applaus für die vier Solisten, den Dirigenten und das Orchester.

Anrührende Kontrastbilder zu Hübners ausgelassener Musik bot die Komposition „Trauerfarben und Verklärung“ von Caroline Charrière. Die im Jahr 2018 verstorbene Komponistin aus Fribourg in der Schweiz hat, wie Dirigent Kuhn treffend bemerkte, hier eine musikalische Preziose geschaffen. Andächtige und melancholische Akzente verstärkten den sakralen Charakter der Interpretation. Solistische Einlagen und eine Art Totentanz, der von dumpfem Trommelwirbel begleitet war, verliehen dem Ganzen eine geisterhafte Note.

Nach der Pause stand Franz Schuberts „Gran Duo“ auf dem Programm, ein Stück, das ursprünglich für zwei Klaviere geschrieben wurde. Joseph Joachim hat es im Jahr 1855 für Orchester bearbeitet. Mit weichen Klängen begann der erste Satz, ein „Allegro moderato“. Die feinen Modulationen, gut ausbalancierten Steigerungen und die extravagante Dynamik bildeten eine echte Herausforderung für das Orchester. Sie wurden mit virtuosem Duktus gemeistert. Ebenso herausragend gestaltete sich die Darbietung des „Andante“ mit seinen anmutigen, gefühlvollen Elementen. Rasant entwickelte sich das „Scherzo“ mit den wild vorwärtstürmenden, aufpeitschenden Klangwellen. Auch das Finale stellte raffinierte Anforderungen an das Orchester, und es war bewundernswert, wie die jungen Musiker dieses komplexe Universum der Klänge mit Leben erfüllten. Eine emotionale und technische Herausforderung, welche die Jungen Sinfoniker Basel großartig meisterten! Der Schlussapplaus hielt lange an.

Der Erlös der in der Pause verkauften Getränke kommt ukrainischen Flüchtlingen zugute. Die am Ausgang erbetenen Spenden gehen an die Musikschule Markgräflerland.