Ein toller Landesgartenschausommer für die Menschen aus der Region!

Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal: im Herbst 2019 wurde mit den Baumaßnahmen zur Herstellung der Daueranlagen zur Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein begonnen, im März 2020 folgte der erste Lock-Down zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Ausfälle im Personal, Materialkosten die explosionsartig in die Höhe schossen. Material, das nicht geliefert werden konnte. Dafür zahlreiche Kampfmittelfunde im Rahmen der Kampfmittelsondierung. Eine Bewerbung der Landesgartenschau auf Messen und Märkten, sowie der direkte Austausch mit der Bevölkerung - all das war für zwei Jahre kaum möglich.

„Und dennoch waren da die vielen Rheinheimischen, unsere Ehrenamtlichen und die vielen wertschätzenden und begeisterten Rückmeldungen unserer BesucherInnen seit dem Start der Landesgartenschau, die uns all das haben vergessen lassen“ so das Fazit von Andrea Leisinger, Geschäftsführerin der Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH beim Rundgang mit Peter Hauk, Minister für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.
 
Über 180 000 Besuche konnten bis Mitte Juli bereits begrüßt werden. „Erfreulicherweise funktioniert auch unser Gedanke einer grenzübergreifenden Landesgartenschau. Sowohl aus Frankreich als auch aus der Schweiz kommen viele Gäste zu uns und feiern mit uns gemeinsam“ ergänzt Nils Degen, Geschäftsführer der LGS GmbH.
 
 Neuenburg am Rheins Bürgermeister Joachim Schuster ist mehr als zufrieden: „All diesen anfangs genannten Umständen zum Trotz bin ich sehr stolz und mehr als zufrieden, was uns hier mit dieser Landesgartenschau gelungen ist. Das Team, die Aussteller und die Verwaltung haben Fantastisches geleistet und sich mit viel Engagement für die erfolgreiche Durchführung dieses Projekts eingesetzt. Die Menschen hier aus der Stadt und aus der ganzen Region, sie fühlen sich wohl auf unserem Gelände. Sie genießen diesen Landesgartenschausommer. Sie genießen es, nach Jahren der Pandemie wieder an solch einem tollen Ort miteinander feiern zu können, Erlebnisse zu teilen. Viele haben die neuen Parkanlagen bereits ins Herz geschlossen. Und diese naturnahen Naherholungsräume sie bleiben für immer.

Mit der Kampfmittelbeseitigung konnten wir ein dunkles Kapitel Geschichte auch für unsere Folgegenerationen abschließen. Das ist der Gewinn für diese Stadt“. Die Landesgartenschau, so Schuster weiter, setzt einen Meilenstein in der gesamtstädtischen Entwicklung. Eine Vielzahl städtischer Begleitprojekte konnte vorangebracht werden, die in diesem Maße ohne die Landesgartenschau nicht möglich gewesen wären, wie zum Beispiel die Neugestaltung der Schlüsselstraße sowie des Münsterplatzes, der Bau des Parkhaus am Rheintor, der Zähringerbrücke und des Bertholdturms, immer unter dem alles verbindenden Gedanken „Eine Stadt geht zum Rhein“.
 
Neben dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der am 22. April zur Eröffnung nach Neuenburg am Rhein gereist war, konnten Bürgermeister Schuster und das Team der Landesgartenschau zahlreiche weitere prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft des Dreiländerecks begrüßen.
 
Gut angenommen wurde die Einführung eines Shuttlebusses, der nun sonntags zwischen Bahnhof und den Eingängen verkehrt sowie die Öffnung des Übergangs zwischen den beiden Parkteilen bis zum Einbruch der Dunkelheit.
 
„Ganz besonders hat uns gefreut, dass auch noch nach Beginn der Landesgartenschau mehr als 1000 Dauerkarten über den Kassentisch gingen“ so Andrea Leisinger, die mit nun mehr als 14 500 ausgegebenen Dauerkarten mehr als zufrieden ist und damit über den Zahlen liegt, die zur Budgetplanung angenommen wurden.

Groß ist mit rund 30 000 Besuchen auch die Anzahl an ausgegebenen Tickets für Kinder und Jugendliche. “Bei unserer Preisplanung war es uns ein wichtiges Anliegen, gerade den Familien den Besuch auf der Landesgartenschau zu ermöglichen. Die Einführung der kostenlosten Tickets wird sehr gut angenommen, was diese Zahl einmal mehr unter Beweis stellt und uns darin bestätigt, dass Landesgartenschauen gerade für Familien ein attraktives Ausflugsziel sein können, das gleichzeitig auch das Thema nachhaltiges Lernen in den Blickpunkt rückt,“ so Bürgermeister Schuster weiter.
 
Auch in den Pfingstferien war die Landesgartenschau ein beliebtes Ausflugsziel, allerdings gingen die Besuche aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen in der zweiten Ferienwoche etwas zurück.
 
Der bislang besucherstärkste Tag war der Muttertag (8. Mai) mit rund 5 300 Besuchen. Auch Hitze und Unwetter stellen die Landesgartenschau immer wieder vor Herausforderungen so sorgten zum Beispiel Sturm und Gewitter am 23. Juni für zahlreiche Schäden wie abgerissene Äste und kaputte Schirme.
 
Sehr gut angenommen wird das Angebot für Führungen. Mehr als 324 Führungen wurden bislang gebucht, die Busunternehmen kommen vor allem aus den angrenzenden Regionen, aber auch aus dem Stuttgarter Raum und vom Bodensee sowie aus dem Elsass und der Schweiz.
 
Undenkbar wäre die Landesgartenschau ohne den Einsatz der Rheinheimischen, die im Geländeteam, beim Besucherempfang und bei der Durchführung des Kinderprogramms unterstützen. Insgesamt wurden bereits knapp 11.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Die jüngste Rheinheimische ist gerade 17 Jahre alt, die beiden ältesten stolze 81 Jahre.
 
Seit der Einführung des Neun-Euro-Tickets machen sich deutlich mehr BesucherInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zur Landesgartenschau. „Wir begrüßen sehr, dass uns viele mit Bus und Bahn besuchen möchten, und haben grundsätzlich mit einem Bahnhof auch die Voraussetzungen dafür. Leider bleiben wie überall in Deutschland aber auch hier Zugausfälle und Verspätungen aufgrund der Überlastungssituation im öffentlichen Nahverkehr nicht aus, dazu kommen von französischer Seite aus Streiks der Gewerkschaft und vor allem die umfangreichen Baumaßnahmen zum Ausbau der Rheintalstrecke, auf deren komplexen Zeitplan auch wir als Landesgartenschau keinen Einfluss nehmen konnten.  So können wir hier nur um Verständnis und um Geduld bitten -  und einen Blick vorab in die Bahn –App empfehlen“ so Andrea Leisinger.
 
Großen Anklang finden die Veranstaltungen, sehr gut besucht waren unter anderem das Jubiläumskonzert der Höhner sowie das Konzert von Axel Prahl aber auch der Polizei-Tag am 5. Juni.
 
Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail engagieren sich die einzelnen Aussteller. Das Elsass präsentiert sich dabei beispielsweise mit einer bunten Vielfalt an Themen und Städtewochen und auch die Kirchen bieten auf der Lichtung neben den täglichen Gebetsangeboten vielfältige Kreativ- und Mitmachangebote, sonntags finden regelmäßig Gottesdienste auf dem Gelände statt.
 
Gut vorangekommen sind inzwischen auch die pandemiebedingt verzögerten Baumaßnahmen zu den städtischen Begleitprojekten. Aktuell steht die Fertigstellung des Bertholdturms an, das Behelfsgerüst soll bis zum Beginn der Sommerferien abgebaut und damit Turm und Brücke vollständig nutzbar sein.
 
Bis zum Ende der Landesgartenschau am 3. Oktober stehen viele weitere Highlights auf dem Programm. Dazu gehören verschiedene Themen- und Gemeindetage, die Rheinregatta, das Rheinleuchten, der Blaulichttag sowie Konzerte von regionalen und überregionalen Künstlern/KünstlerInnen.
 
Kontakt
Petra Sattler
Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH
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