Befahrungsverbot des Rheins ist vom Tisch

Regierungspräsidium ändert Vorgaben im ManagementplanDas Regierungspräsidium Freiburg hat auf die Stellungnahme der Stadt Neuenburg am Rhein zum vorgelegten Managementplan für die schützenswerten Bereiche in den Plangebieten Rheinniederungen Neuenburg-Breisach“ und „Bremgarten“ reagiert. Die Antwort der Behörde wurde dem Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt.

Eine der wichtigsten Änderungen im Planwerk betrifft die Besucherlenkung in der Rheinuferzone. Anstelle der in der ersten Version genannten Befahrungsverbote mit Wasserfahrzeugen wird jetzt empfohlen, die Flussmitte nicht zu verlassen und das Gebiet zügig zu durchqueren. Bekannte Brutbereiche sollen für die Freizeitnutzung im Brutzeitraum gesperrt werden. Es wird zur effektiven Besucherlenkung empfohlen Bereiche auszuweisen, in denen das Anlanden von Booten, Baden etc. ausdrücklich erlaubt ist.

Diese sollten außerhalb der sensiblen Brutbereiche liegen. Damit steht auch der beliebten Rheinregatta des Vereins „Grißheim Aktiv“ nichts im Wege. Wichtigstes Ziel des Managementplans sei, dass sich der Erhaltungszustand der Biotope und die Diversität der Arten nicht verschlechtern dürfen, erklärte Sachbearbeiterin Liesel Nockemann. Bürgermeister Joachim Schuster zeigte sich „dankbar für den Paradigmenwechsel“ hin zu einem Naturschutz auf weitgehend freiwilliger Basis. „Wir müssen die Bevölkerung gewinnen für eine verantwortungsvolle Nutzung sensibler Naturräume“, sagte er. Er plädierte für eine Besucherlenkung, die ganz klar zeige, was nicht erlaubt sei.

Zum Beispiel die Definition der Landezonen für Boote. Zu viele Schutzhinweise und Verbote wecken nach Schuster nur unerwünschtes Interesse.