Neuenburg am Rhein auf dem Weg zur gründerfreundlichen Kommune II

Konkretisierung der Maßnahmen Wie kürzlich bereits in „Hallo Neuenburg am Rhein“ (Nr. 27) berichtet, möchte sich die Stadt Neuenburg am Rhein in ihrer Gründungspolitik neu und innovativer aufstellen. Um das mit der nötigen Kompetenz zu tun, beteiligt sie sich an dem vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg ausgeschriebenen Wettbewerb „Start up BW Local - Gründerfreundliche Kommune“. Mit der Beteiligung verbunden ist ein Coaching durch die Beratungs- und Projektagentur „Gründerschiff“, mit der gemeinsam in zwei Workshops die Grundlagen für ein „Gründerkonzept“ erarbeitet werden sollen.

Aufbauend auf dem ersten Workshop, in dem es um eine Bestandsaufnahme, Lückensuche und Ideenfindung ging, fand am 13. Juli ein zweites Meeting mit dem Ziel statt, die bislang erarbeiteten noch ziemlich wagen Ideen und Wünsche u.a. in den Bereichen Gründungsservice (Kümmerer), Mentorensuche, flexible Funktionsräume (Co-Working), Unternehmensbesuche und -geschichten sowie den Aufbau einer Innovationswerkstatt zum Ausprobieren für Jung und Alt (FabLab) zu konkretisieren. Die Ergebnisse sollen in den Entwurf eines auf die individuellen Bedürfnisse der Stadt Neuenburg am Rhein angepassten „Gründerkonzeptes“ einfließen.Gründerschiff Geschäftsführer Moritz Meidert, der sich mit Anna-Lena Murzin, die aus dem Markgräflerland stammt und gegenwärtig am Bodensee lebt, Unterstützung mitgebracht hatte, führte im Rathaussaal ab 17.30 Uhr wieder durch das kurzweilige dreistündige Programm. Mit viel Engagement schaffte er es, die wieder etwa 20-köpfige buntgemischte Teilnehmergruppe aus StadträtInnen, UnternehmerInnen, Banken- und Schulvertretern sowie Mitarbeitenden der Verwaltung zu motivieren und zum Ende hin in einem „Ideen Slam“ mündend zu Höchstleistungen anzutreiben.Das weitere VorgehenDas Bündel von kreativen und innovativen Ergebnissen rund um Ideen auch zur Landesgartenschau 2022 kann sich sehen lassen und wird nach der Bearbeitung von Moritz Meidert am Montag, dem 27. Juli im Neuenburger Gemeinderat vorgestellt. Im Oktober dann werden Bürgermeister Schuster und Teamleiter Martin Bächler das bis dahin erarbeitete Konzept beim Ministerium in Stuttgart präsentieren. Obwohl der Wettbewerb, so der Bürgermeister, nicht der eigentliche Grund für eine Teilnahme war, ein doch schöner Nebeneffekt.Es bleibt spannend, ob die Stadt dann mit ihrem Konzept in Stuttgart punkten kann und was aus den vielen erarbeiteten Vorschlägen wird. Eines ist aber sicher, das Thema gründerfreundliche Kommune Neuenburg am Rhein wird weitergehen. Wichtig ist, so Bürgermeister Schuster, die kommende Generation für das Thema „Gründung“ zu gewinnen und dabei zu unterstützen, Verantwortung zu übernehmen. Sein Plan besteht darin, das heutige Wirtschaftsgefüge der Stadt mit guten Bildungseinrichtungen und tollen Firmen mit insgesamt 4.500 Arbeitsplätzen auch über seine Amtszeit hinaus weiterzuentwickeln und erfolgversprechend für die Zukunft aufzustellen.Zum „Gründerschiff“ Die 2014 gegründete Beratungs- und Projektagentur, die zunächst reine Gründungsberatungen anbot, hat seit 2017 auch die Unterstützung und Begleitung von öffentlichen Partnern und Unternehmen in ihr Portfolio aufgenommen. Weitere Informationen unter www.gruenderschiff.de