Neuenburg am Rhein fest in Narrenhand

Schon im Jahr 1550 erstmals erwähnt, gehört die Neuenburger Fasnacht zur DNA der Stadt am Rhein. Kein Wunder also, dass sich am Schmutzige Dunnschtig angeführt von der Narrenzunft „D'Rhiischnooge“ und der Zunftgarde ein großes Aufgebot an Hemdglunki pünktlich um 19 Uhr11auf den Weg machten, die Macht im Städtle zu übernehmen.

„Im Namen des Herrn Entechrist, die Narrennacht erschienen ist. Die Nacht fängt an zu leuchten, den Armen wie den Reichen. Die Narrennacht, die nie versagt, ich wünsch euch allen eine gute Nacht.“ Mit einem beherzten Satz in die Kissen legte sich Hisgir Hannes Weber schlafen, wobei er vom Männergesangverein liebevoll in den Schlaf gesungen wurde.Vor dem Rathaus angekommen blickte man dann aber in ungläubig-ratlose Gesichter. Per Email ließ Bürgermeister Schuster ausrichten, er sei gar nicht im Hause und somit würde die Stürmung des Rathauses wohl ausfallen. Und tatsächlich war das Rathaus stockdunkel. Mit dieser Finte konnte er allerdings Zunftmeister Tobias Anlicker nicht täuschen. Kurzerhand wurde die Leiter gestellt, gemeinsam mit Zunftrat Philipp Müller das Rathaus geentert und der überrumpelte Bürgermeister entmachtet.Mit dem Stellen des Narrenbaues durch die Burghexen Neuenburg wurde die Fasnacht 2020 dann vom Zunftmeister offiziell eröffnet.Im Gegensatz zum Hisgir dachten die Neuenburger Narren allerdings nicht im Traum daran, schon zu Bett zu gehen. In den Wirtschaften und im Stadthaus wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert.