Vier sind Eins

Stadtteil Zienken

Stadtteil Zienken

Das ehemalige Fischerdorf Zienken ist mit rund 930 Einwohnern der kleinste Stadtteil der Gesamtgemeinde Neuenburg am Rhein.

Nicht zuletzt die Nähe zum Kernort als Versorgungszentrum macht Zienken als Wohnort attraktiv. Mit der Entwicklung des Neubaugebietes „Zienken/Unterm Dorf“ 1990 hat sich die Einwohnerzahl in Zienken stetig erhöht. 

Der Anstieg der Einwohnerzahl war ein positiver Aspekt für die die Vereine der Zienkener Dorfgemeinschaft. Das Vereinsleben ist ein wichtiger Teil des dörflichen Lebens. Es gibt einen Musikverein, eine Chorgemeinschaft, einen Fußballverein mit den Unterabteilungen Tischtennis und Badminton und die Narrenclique Heidschnugge. Ebenso hat Zienken eine Freiweillige Feuerwehr.
 
Den Vereinen bietet der Stadtteil Zienken Vereinsräume im energetisch neu sanierten „Alten Rathaus/Gemeindesaal“. Für Konzertabende und Veranstaltungen sowie für Hallensport steht die 2007 eingeweihte neue Dorfgemeinschaftshalle zur Verfügung.

Die Grundschule "Rheinschule Neuenburg" hat in Zienken eine Außenstelle und die Kleinsten werden im evangelischen Kindergarten "Sonnenkäfer" bestens betreut.
 

Informationen zur Ortsgeschichte

Die ersten Siedlungsanfänge lassen sich nicht mehr feststellen. Zwar hat die Gemarkung Anteil an der uralten Kulturlandschaft am Oberrhein, doch sind im Bereich Zienkens keine vor- und frühgeschichtlichen Bodenfunde bekannt geworden. Auch Spuren römischer Kultur aus den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten fehlen. Nur der alte Ortsname „Zuenchouven“, erwähnt 1246, lässt vermuten, dass das Dorf frühestens im 7. Jahrhundert als Ausbauort im Zuge der Siedlungsverdichtung entstanden ist. Benachbarte Orte mit den Namens-Endungen „-ingen“ und „-heim“ dagegen weisen auf die ältesten alemannischen und fränkischen Siedlungen des 5. und 6. Jahrhunderts hin.

Zum ersten Mal wird Zienken im frühen 12. Jahrhundert urkundliche erwähnt. Im „Rotoulus Sanpetrinus“, einem vom Beginn des 12. Jahrhunderts bis zum Jahr 1203 verfassten Verzeichnis von Schenkungsurkunden und Privilegien des zähringischen Hausklosters St. Peter, wird ein „Conradus de Zonchouen cum uxore sua Mathilda“ anlässlich der Schenkung eines Gutes bei Hügelheim an das Kloster genannt. Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Ministerialen der Herzöge von Zähringen. Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und Hochwasser des Rheins um 1633 führten zur vollständigen Zerstörung Alt-Zienkens.

Um 1660 dann begann man mit dem Neubau am heutigen Ort an einer Weggabelung. 1827 trennte man sich von der Muttergemeinde Hügelheim.