Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit
Eröffnung der Sonderausstellung im Museum für Stadtgeschichte
Am Freitagabend wurde im Museum für Stadtgeschichte die neue Sonderausstellung „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ eröffnet.
Im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Museums zeigt die Ausstellung, wer die Zähringer, die um 1175 die Stadt Neuenburg gegründet haben, waren. Die Besucher erhalten einen umfassenden Einblick in die Familiengeschichte und die Rolle der Zähringer auf dem damaligen politischen Parkett.
Kriegsherren, Bauherren von Burgen, Stifter von Kirchen und Klöstern, Städtegründer und Kandidaten für den Königsthron – all diese Bezeichnungen treffen auf die Herzöge von Zähringen zu. Ihre Stammburg haben sie in Zähringen bei Freiburg gebaut und sich einen Herrschaftsbereich ausgebaut, der vom Ober- und Hochrhein bis in die Schweiz und ins Burgund reichte. Vor allem als innovative Städtegründer an wichtigen Verkehrspunkten machten sie sich einen Namen, ihre wehrhaften Burgen zeugen bis heute von ihrem Herrschaftsanspruch.
Nach nur etwa 150 Jahren Herrschaft starb 1218 mit dem Tod von Berthold V. die Zähringerlinie aus. Dass auch die Stadt Neuenburg am Rhein noch heute eine tiefe Verbundenheit mit ihren Gründern hat, zeigte Bürgermeister Fondy-Langela in seiner Begrüßung auf.
Denn in der Stadt, die den Titel „Zähringerstadt“ schon lange lebt und führt, sind die Zähringer nicht nur im Stadtbild präsent, sondern auch im politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt lebendig, sei es durch Namen wie Zähringerstraße und Bertholdturm oder durch die Wappen der Zähringerstädte vor dem Rathaus. Der Zähringerwanderweg und die Besuche der Zähringerstädte zu wichtigen Anlässen sind weitere Verbindungen, die gelebt und gepflegt werden.
Dr. R. Johanna Regnath, Geschäftsführerin des Alemannischen Instituts Freiburg i.Br. e.V. und Mitkuratorin der Ausstellung, erinnerte an die Entstehung dieser Sonderausstellung im Jahr 2018. Ausgangspunkt war eine Tagung der Universität Freiburg anlässlich des 800-jährigen Gedenkens an das Aussterben der Zähringer. Historiker haben sich mit neuem Blick der Geschichte der Zähringerherzöge gewidmet und mit alten Mythen aufgeräumt. Daraus entstand schließlich die Wanderausstellung, die in vielen der zwölf Zähringerstädte des Städtebundes zu sehen war.
Nach Neuenburg am Rhein geht die Ausstellung nach St. Peter, der Grablege der Zähringerherzöge. Dort wird sie dauerhaft präsentiert werden.
„Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ wurde vom Alemannischen Institut Freiburg, dem Stadtarchiv Freiburg, dem Historischen und dem Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I, Abt. Landesgeschichte an der Universität Freiburg konzipiert und von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau realisiert.
Die Ausstellung im Museum für Stadtgeschichte wurde mit Neuenburger Bezügen und Highlights erweitert. Außerdem wurde die Ausstellung familienfreundlich ergänzt. Ein kleiner Ritter führt die Kinder durch die Ausstellung und bringt ihnen anhand von Büchern, Hörbeiträgen und Mitmachstationen das Leben im Mittelalter nahe.
Die Ausstellung wird vom 13.03.2026 bis 11.10.2026 im Museum gezeigt.
Öffnungszeiten sind jeweils Sonntag und Mittwoch von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Führungen für Gruppen werden auch außerhalb der Öffnungszeiten angeboten.
Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Rahmenprogramm angeboten
Rahmenprogramm
Vortrag
15. Mai 2026, 19.30 Uhr, Bildungshaus Bonifacius Amerbach, Dachgeschoss
Die Zähringer. Ein neues Herzogtum im hohen Mittelalter
Dr. Heinz Krieg, Histor. Seminar der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte
Vortrag in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg und dem BGV
Führung durch die Sonderausstellung
Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit
Sonntag 17.5./ 11.10.2026, jeweils um 15.00 Uhr, Museum
Historische Stadtführung und Museumsrundgang
Von Zähringern, Zünften und Zerstörung.
Sonntag, 14.06.2026, um 15.00 Uhr
Treffpunkt zu den Stadtführungen vor dem Museum
Weitere Informationen bei:
Simone Kern
Leitung Museum für Stadtgeschichte
Tel. + 49 (0)7631 – 791 284
museum@neuenburg.de

