Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik ...

Reduzierung des Spielplatz-Angebots im Rahmen der Haushaltskonsolidierung beschlossen

Am 4.5.2026 stand im Ausschuss für Umwelt und Technik die Zukunft der 18 öffentlichen Spielplätze in Neuenburg am Rhein und seinen Ortsteilen auf der Tagesordnung. Einige der Plätze sind inzwischen mehr als 25 Jahre alt und müssten saniert werden, was angesichts der angespannten Haushaltslage jedoch nicht möglich ist. Die Stadt Neuenburg am Rhein sieht sich daher gezwungen, die Zahl der öffentlichen Spielflächen zu reduzieren, und bat die Ausschussmitglieder einem Rückbau der betroffenen Plätze zuzustimmen. Die Ortschaftsräte von Grißheim und Steinenstadt wurden vorab um Entscheidung gebeten.

Karolin Falk, die bei der Stadt unter anderem für den Bereich Spielplätze zuständig ist, präsentierte den Zustand der einzelnen Spielflächen und beantwortete die Rückfragen der Ausschussmitglieder. Sie betonte, dass es im Bereich der öffentlichen Spielflächen in den letzten Jahren viele Verbesserungen gegeben habe. Seit 2018 investiere die Stadt jährlich mindestens 50.000 Euro in die Sanierung und Neugestaltung von Spielplätzen, seit 2023 gebe es ein vom Ausschuss für Umwelt und Technik verabschiedetes Spielplatzkonzept, das die Entwicklung von Flächen für unter und über Dreijährige sowie Generationenplätzen vorsehe.

Inzwischen seien vier Spielplätze im Kernort saniert und mit den Spielflächen am Rheingartenweg und im Stadtpark am Wuhrloch sogar zwei weitere eingerichtet worden. Auch der Spielplatz am Sichlingweg in Grißheim sei in einem akzeptablen Zustand. Saniert worden sind zudem der Spielplatz am Fritz-Meier-Weg in Grißheim sowie der Generationenplatz an der Keltenstraße in Steinenstadt, wie Falk aufzeigte. Darüber hinaus würden die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen – eine wöchentliche visuelle Routine-Inspektion, die einmal im Quartal stattfindende operative Inspektion und die jährliche Hauptinspektion durch einen TÜV-Betrieb – bei allen Spielplätzen regelmäßig durchgeführt. Dennoch müssten einige der älteren Spielplätze rückgebaut werden, da die dortigen Geräte veraltet und teils auch grundsätzlich erneuerungsbedürftig seien.

Nach engagierter Diskussion stimmten die Ausschussmitglieder dem Beschlussantrag der Verwaltung mit einigen Änderungen zu. Im Kernort sollen die Spielplätze an der Berner Straße, im Markbeinweg und in der Neuenfelsstraße aufgelöst bzw. rückgebaut werden. Die Spielfläche an der Burgdorfer Straße soll wegen ihrer Größe und ihrer schattigen Lage jedoch erhalten und eine Weiterverwendung der an anderen Standorten abgebauten Spielgeräte geprüft werden, so dass gemeinsam mit den sanierten Plätzen im Kernort in Zukunft sieben statt zehn öffentliche Spielplätze zur Verfügung stehen. In den Ortsteilen sollen im Sinne der Gleichbehandlung jeweils zwei Spielplätze erhalten werden. Die beiden Plätze in Zienken bleiben also weiterhin in Betrieb. Mit der Entwicklung des Kaltenbach-Areals an der Hügelheimer Straße soll geprüft werden, ob einer von beiden in einigen Jahren durch einen Spielplatz dort ersetzt werden kann. In Grißheim soll der Spielplatz an der Heitersheimer Straße aufgelöst werden, die Gesamtzahl der Spielflächen also von drei auf zwei sinken. In Steinenstadt ist geplant, die Spielgeräte an der Baselstabhalle abzubauen, die Fläche aber zumindest als Aufenthaltsfläche zu erhalten. Der Spielplatz an der Belchenstraße ist bereits rückgebaut worden und wird voraussichtlich unter Verwendung der Spielgeräte an der Baselstabhalle wiederbelebt werden. Der sanierte Mehrgenerationenplatz bleibt in Betrieb.

Weitere Informationen bei:
Karolin Falk
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