Unterschriftensammlung zur Online-Petition zum Erhalt des Hallenbades übergeben
Knapp 5700 Unterschriften sind bisher auf die Online-Petition zum Erhalt des Neuenburger Hallenbades eingegangen. Jetzt wurde die Unterschriftensammlung an Neuenburgs Bürgermeister Jens Fondy-Langela übergeben.
Es war kurz vor dem offiziellen Beginn der Sitzung des Neuenburger Gemeinderates, als die Initiatoren der Online-Petition offiziell die bisher abgegebenen Online-Unterschriften an den Neuenburger Bürgermeister übergeben hatten. Zuvor kündigte Jens Fondy-Langela dem Ratsgremium an, dass er die Unterschriftensammlung gerne vor dem offiziellen Beginn der Sitzung entgegennehmen wolle. Dabei verwies er auf seine Aussagen bei der Einwohnerversammlung zu diesem Thema: „Ich denke, ich habe bereits bei dieser Veranstaltung die Argumente des Petitionsinhalts wiedergegeben. Wir wissen um die Wichtigkeit des Hallenbades, was allerdings auch zeigt wie schwierig unsere Situation ist.“ Der Bürgermeister betonte, es sei in Sachen Hallenbad noch nichts entschieden. Vielmehr wolle der Gemeinderat die Themen, die zur Konsolidierung des Haushaltes beitragen sollen, in einer Klausurtagung in den kommenden Tagen diskutieren. Das Hallenbad sei eines von vielen anderen Themen, die zur Diskussion stünden und je nach Entscheidung auch der Bevölkerung wehtun könnten. „Deshalb fällt es uns wirklich schwer, entsprechende Entscheidungen in der Folge der Klausurtagung fällen zu müssen“, erklärte Fondy-Langela. Er sicherte aber zu, der Gemeinderat werde bei der Behandlung der Themen mit Bedacht vorgehen. Der Bürgermeister dankte den Petenten für den fairen Umgang mit dem Thema Hallenbad bei der Erarbeitung der Online-Petition und den mittlerweile erfolgten Kommentaren.
Vor der Übergabe hatte Alexander Schropp von der DLRG-Ortsgruppe Müllheim/Neuenburg nochmals die Wichtigkeit des Hallenbades sowohl für die Ausbildung der Wasserrettung, für die politisch immer wieder geforderte Ausbildung der Schwimmanfänger als auch für den Vereins- und Schulsport unterstrichen. Karlheinz Schlegel, Verantwortlicher und Trainer der Schwimmabteilung des TV Neuenburg und der Schwimmgemeinschaft Badenweiler, Müllheim und Neuenburg fügte später unter Bürgerfragen an, dass es aus seiner Sicht wohl möglich sei, auch ohne „große Lösung“, sondern in kleinen Schritten notwendige Reparaturen und Sanierungen vornehmen zu können. Er forderte, den sogenannten „Begehungsbericht“, der in der Öffentlichkeit oft mit einem Gutachten verwechselt wird, öffentlich zu machen. Der Unterschied zwischen beiden Dokumenten sei, so erklärte es später Bürgermeister Fondy-Langela, dass ein Begehungsbericht nur erste Probleme aufzeige und ein grundsätzliches Handeln notwendig mache. Der erwähnte Begehungsbericht, so der Bürgermeister weiter, sei von einem Statiker verfasst worden und erfülle selbstverständlich nicht die Aussagekraft eines umfangreichen und rechtsverbindlichen Gutachtens zum kompletten Umfang einer Sanierung. Allerdings habe sich die Stadtverwaltung bei anderen Kommunen zum Aufwand und zu den Kosten erkundigt, die in der jüngsten Vergangenheit ihre Hallenbäder – möglichst vergleichbar mit der Neuenburger Einrichtung – saniert hätten. Deshalb gehe die Neuenburger Stadtverwaltung davon aus, dass ein zweistelliger Millionenbetrag für eine Generalsanierung durchaus „eine Hausnummer“ sein könne. „Nageln Sie mich aber jetzt nicht auf eine konkrete Zahl fest, die wir am Ende der Diskussion und einer eingehenden Untersuchung nicht mehr einfangen können“, betonte der Bürgermeister und warnte in dieser Phase der Debatte vor irgendwelchen kursierenden Zahlen. Fondy-Langela brachte in diesem Zusammenhang eine Besichtigung des Hallenbades durch die Nutzer ins Spiel, bei der „auch in die Tiefe der Katakomben des Hallenbades hinabgestiegen und auch dort die Technik betrachtet werden könne.“

