Im zweiten Teil der Zukunftswerkstatt im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts ging es nun um konkrete Themen für die künftige Entwicklung, die von der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat bearbeitet werden sollen.

Zukunftswerkstatt, Neuenburg am Rhein

Wieder waren rund 25 Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt, an den Inhalten für das künftige Stadtentwicklungskonzept mitzuarbeiten. Erstaunlich die Vielzahl der Themen und Projekte, die nach Ansicht der Mitwirkenden für die künftige Entwicklung der Gesamtstadt von Bedeutung sein sollten. Dr. Thomas Uhlendahl und sein Team als auch Mitarbeitende der FSP Stadtplanung, die das Entwicklungskonzept maßgeblich bearbeiten werden, erlebten einen lebendigen Austausch in den verschiedenen Gruppen, die sich mit Themenkomplexen wie „Gewerbe und Infrastruktur“, „Klimaschutz und Klimaanpassung“, „Wohnen“, „Vereine und Soziales“, „Generationen“ und „Mobilität“ befassten. Die Ergebnisse der ersten Runde wenige Tage zuvor, die sich vor allen Dingen mit den Themen vor Ort in den einzelnen Ortsteilen beschäftigten, werden ebenfalls in das Gesamtergebnis eingehen und im Stadtentwicklungskonzept ihren Niederschlag finden, erklärte Uhlendahl.

Zukunftswerkstatt

Durch den Wechsel der Fragestellung, also weg von den Themen der Ortsteile hin zu spezifischen Einzelthemen wie sie unter den Themenkomplexen zusammengefasst wurden, hatten sich laut Uhlendahl neue Aspekte ergeben. In der Tat waren unzählige Aspekte auf den Flipcharts notiert worden, von denen die wichtigsten fünf Themen in jeder Kategorie in einer Abschlussrunde vorgestellt und anschließend von den Teilnehmenden mit einem Punktesystem bewertet wurden. Aus dieser Rangliste werden die Aspekte nach der jeweiligen Priorität ins Entwicklungskonzept eingearbeitet und daraus entsprechende Leitprojekte entwickelt, die dann im Gemeinderat diskutiert und verabschiedet werden sollen, erklärte Stadtplanerin Patricia Schulte vom begleitenden Büro FSP Stadtplanung. Schulte war vom Ergebnis der Zukunftswerkstatt begeistert: „Wir haben sehr, sehr gute Ergebnisse, die wir für unsere Planung nutzen können.“ Zu den wichtigsten Themen, die die meisten Punkte der Teilnehmenden erhielten, zählten die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet, eine stärkere Vernetzung von Bereitwilligen für ehrenamtliches Engagement, generationenübergreifende Wohnformen und Begegnungsmöglichkeiten, die Sperrung der Ortskerne für den Durchgangsverkehr. Hier gab es aber auch viele Nein-Stimmen, die sich vermutlich auf die Neuenburger Kernstadt bezogen, so war aus den Reihen der Teilnehmenden zu hören.

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Jens Fondy-Langela: „Ich bin tief beeindruckt wie konzentriert von den Teilnehmenden gearbeitet wurde.“ Der Gemeinderat erhalte durch diese Bürgerbeteiligung eine solide Basis für weitere Entscheidungen, betonte er zum Abschluss.